Montessori Pädagogik - Was ist das?

Maria Montessori
Maria Montessori

Maria Montessori, geboren 31.08.1870 Chiaravalle bei Ancona, Italien gestorben 06.05.1950 in Nordwijk aan Zee, Niederlande

 

 

Die Montessori-Pädagogik wurde entwickelt von der italienischen Ärztin und Pädagogin Maria Montessori. Geboren 1870 in der Nähe von Ancona erlangte sie 1896 als eine der ersten Frauen in Italien und trotz vieler Hindernisse den Universitätsabschluss als Doktor der Medizin. Die Arbeit in einer psychiatrischen Klinik in Rom, während der sie sieht, dass die Kinder der Patientinnen in einem Raum nur zusammen sitzen - ohne Beschäftigung - weckt ihr Interesse. Sie beginnt die medizinisch-heilpädagogischen Schriften der franz. Ärzte Itard und Séguin zu studieren.

 

 

Sie erlebt, dass Kinder sich durch vielfältige Bewegung und durch sinnvolle Tätigkeit unter Einbeziehung all ihrer Sinne an Körper, Seele und Geist optimal entfalten. Ihre wichtigste Entdeckung ist, dass diese Entwicklungsarbeit inneren Gesetzen folgt, die im Kinde selber liegen.

 

 

Damit es zu dieser Entwicklung kommt, hat der Erwachsene die wichtige Aufgabe, die nötigen Arbeits- Lern- und Spielmaterielaien zur Verfügung zu stellen, welche dann vom Kind frei gewählt werden.

 

 

Die ersten Lernmaterialien übernahm Montessori von den o.g. französischen Heilpädagogen Itard und Séguin. Sie entwickelte es weiter und erarbeitete neue Materialien. 1907 übernahm sie die Leitung des ersten Kinderhauses im Arbeiterviertel San Lorenzo in Rom. Hier geschah das "Wunder von San Lorenzo", das bald viele Besucher aus der ganzen Welt anzog.

 

 

Montessoris Erziehungskonzept fand internationale Anerkennung und Beachtung - bis heute in der modernen Vorschul- und Schulpädagogik. Sie bereiste Europa, Amerika und Indien, hielt Vorträge und bildete in Lehrgängen Lehrer und Erzieher zu Montessori-Pädagogen aus.

 

 

Bis zu ihrem Tod 1952 im Alter von 82 Jahren arbeitete sie an der Verbreitung ihrer Methode und ihrem Ziel, dass alle Menschen für Gottes Schöpfung Verantwortung tragen und deshalb die Erziehung zum Frieden das Wichtigste ist.

 

In ihren letzten Jahren wurde sie wiederholt für den Friedensnobelpreis nominiert.